Interview mit Katrin Koppold

Liebe Leser,


wir möchten den Feiertag nutzen, um euch die Autorin Katrin Koppold vorzustellen.


Ich hatte schon das Vergnügen, an 3 Leserunden mit der Autorin teilzunehmen und freue mich deshalb sehr, dass Katrin sich bereit erklärt hat, ein Interview auf unserem Blog zu geben.


Natürlich möchten wir euch auch kurz die Bücher der Autorin vorstellen. Diese findet ihr am Ende des Interviews =)


Und nun zum Interview

Hallo Katrin,

 

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Fragen zu beantworten =)

 

Damit unsere Leser die Möglichkeit haben dich ein wenig kennenzulernen, magst du dich kurz einmal selbst vorstellen und uns verraten, wann und wie du deine Leidenschaft für das Bücher schreiben entdeckt hast?

 

Mein Name ist Katrin Koppold. Ich habe meine Liebesroman-Reihe, die mit „Aussicht auf Sternschnuppen“ ihren Anfang genommen hat, Ende 2012 über Amazon KDP in Eigenregie herausgebracht. Ab Mitte 2015 wird dieser Band sowie seine Nachfolger „Zeit für Eisblumen“, „Sehnsucht nach Zimtsternen“ und „Hoffnung auf Kirschblüten“ über Rowohlt auch im Buchhandel erhältlich sein, was ein ganz großer Traum von mir war.

 

Ich wohne in der Nähe von München, habe einen Mann, zwei Kinder, zwei Katzen, nette Nachbarn und Freunde und meinen Job als Lehrerin für Deutsch und Sport habe ich gerade für zwei Jahre auf Eis gelegt, um mich ganz dem Schreiben zu widmen.

 

Wie die meisten Schriftsteller habe auch ich schon immer viel geschrieben. Mein Bruder bekam von mir zum Beispiel einmal ein Märchenbuch zu Weihnachten geschenkt und mit 14 habe ich eine Liebesgeschichte im Stil der damaligen Denise-Heftchen angefangen. Außerdem war ich einige Jahre freie Mitarbeiterin bei einer lokalen Zeitung und habe nach der Schule dort auch ein Praktikum gemacht. Richtig von der Pike auf gelernt, habe ich es aber erst durch in einem zweijährigen Fernstudium und in den Schreibkursen von Rainer Wekwerth, einem Autor des Arena-Verlags.

 

Es gibt bestimmt Menschen, die irgendwann einmal auf die Idee kommen, sich hinzusetzen und aus dem Stegreif und ohne jede Erfahrung ein wirklich tolles Buch schreiben. Aber ich denke, das sind Ausnahmen. Natürlich hat Schreiben auch etwas mit Talent und Leidenschaft zu tun, vor allem aber mit Handwerk und einer Menge Selbstdisziplin.



1. Wenn du dich selbst mit 3 Worten beschreiben müsstest, welche wären es und warum?

 

Impulsiv – Erst denken, dann handeln wäre wirklich oft sinnvoll bei mir. Aber da kann ich schlecht aus meiner Haut heraus. Eine Nacht über etwas schlafen, fällt mir schwer, denn ich bin furchtbar ungeduldig

 

Kreativ – Das klingt ja eigentlich ein bisschen eingebildet, wenn man das über sich sagt, nicht wahr? Aber es ist mir spontan eingefallen. Ich hatte schon immer viele Ideen, nicht nur für Bücher, sondern auch für alles andere. Unter anderem auch für ziemlich viel Blödsinn in meiner Kindheit oder Jugend. Ich hoffe, dass inständig, dass meine eigenen Kindern meine Nerven nicht so strapazieren, wie ich es bei meinen Eltern getan habe.

 

2. Du bist ja auch bei online aktiv vertreten: Wie wichtig ist dir der Kontakt zu deinen Lesern?

 

Sehr wichtig, denn ohne sie könnte ich meinem liebsten Zeitvertreib nicht nachgehen und ich finde, dessen muss man sich als Autor auch immer bewusst sein. Ich mag den Austausch über Facebook oder in Leserunden – aber am meisten liebe ich es, Leser auf Lesungen oder Meet and Greets persönlich kennen zu lernen und etwas über die Menschen, die meine Bücher lesen zu erfahren.


3. Wie war das Gefühl, als dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

 

Da ich „Aussicht auf Sternschnuppen“ zunächst selbst veröffentlicht habe, war der Upload auf Amazon schon mit sehr vielen Ängsten und Unsicherheiten verbunden – und mit einem Gefühl der Erschöpfung, denn ich hatte echt überhaupt keine Ahnung von diesem Metier und 2012 konnte ich auch nicht groß auf Erfahrungswerte von anderen Autoren zurückgreifen, es gab kaum Ratgeber. Letztendlich war es alles ein learning by doing. Auf der anderen Seite lag diesem Anfang, wie Hesse so schön sagt, auch ein ganz eigener Zauber inne. Alles war neu, aufregend, spannend, ich hatte so viele Träume in dieser Zeit. Und viele haben sich auch erfüllt.

 

4. Wie wichtig ist dir die Meinung deiner Leser und wie gehst du mit eventuell negativer Kritik um?

 

Je älter das Buch ist, je mehr es bereits gelobt wurde, desto gleichgültiger sind sie mir, denn nur aus den wenigsten Rezensionen kann ich etwas Konstruktives mitnehmen. Die einen Leserinnen können sich zum Beispiel unheimlich gut in meine Lieblingsfigur Fee hineinfühlen, andere sagen, dass sie furchtbar hohl sei, eine schreckliche, schlechte Mutter, ein verzogenes Luxusweibchen.

 

Anfangs ist es mir jedoch wirklich unheimlich schwer gefallen, zu akzeptieren, dass Bücher nun einmal Geschmackssache sind und nicht jedem gefallen können. Vor allem wir Frauen neigen ja dazu, es jedem recht machen zu wollen.

 

Ich versuche mich eher an den guten Rezensionen zu erfreuen. Auf der letzten Lesung haben mir zwei Bloggerinnen ein Buch mit Rezensionen mit den schönsten Sätzen aus meinen bisherigen Besprechungen. Dieses Geschenk hat mich sehr gerührt gemacht. Zu lesen, wie vielen Menschen meine Bücher bisher etwas mitgegeben haben, ist einfach wunderschön.


5. Gibt es ein Genre an dass du dich nicht „rantrauen“ würdest und wenn ja, warum?

 

Ich würde wahnsinnig gerne mal einen richtig guten Jugendroman schreiben. Aber hier liegt die Messlatte so wahnsinnig gut. Es gibt gerade in diesem Genre so viele Werke, die mich begeistern: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, „Kaputte Suppe“, „Hannes“, „Der Joker“, „Das Meisterwerk“. Momentan habe ich einfach noch zu viel Respekt vor diesen Vorbildern.

 

Aber ich weiß genau, dass irgendwann die Zeit kommt und ich bereit dazu bin, mich dieser Herausforderung zu stellen.

 

6. Wie wichtig ist es für dich, dass die Leser sich mit den Orten und Charakteren im Buch identifizieren können? Wie suchst du die Orte, an denen deine Geschichten spielen aus?

 

Die Orte in meinen Romanen, sind mit Ausnahme von dem des Krimis, allesamt reale Orte, die ich selbst bereist habe - und an die ich in gewisser Weise auch mein Herz verloren habe. Es sind Sehnsuchtsorte für mich und all das scheint sich zum Glück auch auf häufig auf meine Leser zu übertragen, denn meine Beschreibungen werden häufig besonders gelobt – obwohl die mir wirklich nicht leicht aus der Feder fließen.

 

Genauso versuche ich reale Figuren zu erschaffen. In allen steckt ein Stück von mir selbst, in einigen mehr (Fee in „Zeit für Eisblumen“, in anderen (Helga in „Aussicht auf Sternschnuppen“) weniger. Auch bei meinen Nebenfiguren achte ich darauf. Das gelingt mir natürlich nicht immer auf Anhieb, aber wenn ich mir selbst unter einer Figur nichts vorstellen kann, sie mir fremd bleibt, dann merken das meine Lektorin und meine Testleserinnen, ich rede mit ihnen darüber und überarbeite sie noch einmal komplett. Es ist wirklich unglaublich, aber solche Nachlässigkeiten sind bei mir bisher immer aufgefallen.

 

Manchmal dauert es auch, bis man mit einer Figur warm wird. Das ist mir mit Lilly aus „Sehnsucht nach Zimtsternen“ so gegangen. Sie war in den Vorgängerbänden immer so lieb und nett und gut. Ich fand das furchtbar langweilig und konnte mich ihr erst nähern, als ich sie selbst gegen dieses Bild aufbegehren ließ.

 

Ich glaube, warum mir immer wieder gesagt wird, dass Leserinnen sich so gut mit meinen Figuren identifizieren können, ist, dass sie so normal sind. Figuren wie du und ich, mit Ecken und mit Kanten. Und selbst wenn sie so perfekt erscheinen wie Fee in „Zeit für Eisblumen“, so entdeckt man doch im Laufe des Romans, dass selbst diese oberflächliche Blondine in ihrem Inneren eigentlich ein sehr unsicherer, verletzlicher Mensch ist.

 

7. In deinem neuesten Buch „Hochzeitsküsse und Pistolen“ stolpert die Hauptdarstellerin Cathy bei der Suche nach der Location für ihre Hochzeitsfotos über eine Leiche. Wie bist du auf die Idee gekommen eine Hochzeit und eine Leiche in einem Buch zu verbinden?

 

Ich hatte diese Idee kurz nach meiner eigenen Hochzeit. Und da ich zu diesem Zeitpunkt unbedingt einen Krimi schreiben wollte, haben sich diese beiden Ideen wohl irgendwie miteinander verschmolzen.

 

8. Welche deiner beiden Reihen liegt dir persönlich momentan mehr am Herzen? Deine Sternschnuppenreihe oder die neue Krimi-Reihe rund um Cathy?

 

Die Liebesromane sind meine Babys. Hier lege ich all mein Herzblut hinein, meine bisherigen Erfahrungen, Wünsche , Träume, Ängste. In diesen Büchern kehre ich immer wieder mein Inneres nach außen. Der Krimi ist für mich Fun. Er hat mir den Spaß am Schreiben zurückgebracht, denn ich habe mich vor allem bei „Sehnsucht nach Zimtsternen“ sehr unter Druck gesetzt gefühlt, weil die beiden anderen Bücher so gute Rezensionen bekommen haben.

 

Bei dem Krimi konnte ich quasi noch einmal von vorne anfangen. Hier muss ich auch nicht besonders tiefschürfend sein, sondern kann meine lustige Seite ausleben. Letztendlich liebe ich beide Reihen und bin froh, auf kein bestimmtes Genre festgelegt zu sein, aber bei der Liebesromanreihe ist der Erwartungsdruck von mir selbst und von außen einfach höher. Ja, ich denke, einen kleinen Tick mehr hänge ich an ihr.


9. Natürlich möchten wir auch zum Schluss auch noch wissen, wie es bei dir weitergeht. Schreibst du momentan an einem neuen Buch und worum können sich die Leser freuen?

 

Ja, an „Hoffnung auf Kirschblüten“, dem vierten Band der Sternschnuppen-Reihe. Mia, die Hauptfigur fährt darin nach einem schweren Schicksalsschlag nach Paris, um dort noch einmal von vorne anzufangen. Die Arbeit an diesem Buch macht mir riesigen Spaß, denn ich kenne seine Figuren jetzt durch die anderen Bände so gut, dass ich mich nicht lange in sie hineindenken muss, und Paris, wo ich in den Osterferien zur Recherchereise war, ist einfach eine so wundervolle Stadt, dass es ein Vergnügen ist, all die Plätze während des Schreibprozesses noch einmal zu besuchen und die Erinnerung daran aufleben zu lassen.

Und nächstes Jahr wird es einen zweiten Cathy-Gunn-Krimi geben. Nach den ganzen Emotionen, die ich gerade mit Mia durchlaufe, wird mir etwas Heiteres garantiert gut tun.

 

Mehr über die Autorin findet ihr auch auf ihrer Homepage: http://katrinkoppold.de/


Die Bücher von Katrin Koppold


“Wünscht es sich nicht jeder, einen Menschen zu finden, für den er etwas ganz Besonderes ist?”

 

Helga ist nicht nur mit einem altmodischen Namen und einer verrückten Familie gestraft, sondern auch mit einem Verlobten, der ihr einfach nicht den ersehnten Antrag machen will. Als sie eine verfängliche SMS von einer heißblütigen Italienerin in seinem Handy findet, ist das Maß voll. Hals über Kopf folgt sie Giuseppe gen Süden. Ohne Gepäck, dafür aber mit einem unfreiwilligen Begleiter: dem Schauspieler Nils. Und der ist nicht nur unverschämt arrogant, sondern auch unglaublich attraktiv …

Umwerfend komisch und herrlich schräg – Ein Buch, das Mut macht, den Griff nach den Sternen zu wagen!

“Manchmal muss man ganz schön weit reisen, um nach Hause zu finden.”


Nach der Geburt ihres Sohnes gerät das Leben der Moderedakteurin Fee völlig aus den Fugen. Der Job stresst, die Designerkleider zwicken und ihr Freund Sam scheint sie mit ihrer verhassten Kollegin zu betrügen.
Als sie von ihrem Chef in Zwangsurlaub geschickt wird, ist das Maß voll. Fee beschließt, ihr Leben zu ändern und macht sich mit Mutter Milla und Sohn Paul im Schlepptau auf ins winterliche Irland. Eine Suche nach sich selbst beginnt – und nach der Vergangenheit. Denn in Irland hofft sie, auf den Straßenmusiker David zu treffen, mit dem sie einst eine leidenschaftliche Affäre hatte. Ist er der fehlende Funke in Fees Leben?


 

Vielleicht braucht man nicht immer ein Ziel im Leben. Vielleicht genügt es manchmal, einfach nur den nächsten Schritt zu kennen.”

 

Märchen hat Lilly schon immer geliebt, aber nach der Trennung von ihrem Mann scheint es für ihr Leben kein Happy End zu geben. Den Kummer über die Trennung kann sie nur mit einer Unmenge von Schokolade betäuben, die Wohnung muss sie sich mit Frauenheld Jakob teilen und dann meldet sich auch noch Anton bei ihr – der Kerl, der ihr vor über fünfzehn Jahren das Herz gebrochen hat und den sie auf der Hochzeit ihrer Schwester wiedersehen wird. Einziger Lichtblick ist der attraktive Nachbar von gegenüber. Dabei hat Lilly gerade beschlossen, die Finger von Prinzen zu lassen und sich voll und ganz auf die inneren Werte bei Männern zu konzentrieren.

 

Liebe hat viele Facetten. Sie kommt mit Humor oder Drama, mit einem gewissen Prickeln oder heiterer Hoffnung daher. So wie diese fünf unterschiedlichen Liebesgeschichten.

 

“Glühwürmchen im Bauch” von Katrin Koppold:

In “Aussicht auf Sternschnuppen” lernen Helga und Nils sich auf einer turbulenten Fahrt nach Italien kennen und lieben. In dieser Geschichte geht es genauso aufregend weiter. Nicht nur, dass Helga sich mit ihrer esoterischen Hebamme Conny herumschlagen muss, Nils´ Eltern möchten endlich ihre zukünftige Schwiegertochter kennen lernen. Und auch das Würmchen in ihrem Bauch ist nicht dazu bereit, sich an den vorgegebenen Geburtstermin zu halten.


Ein Mord im beschaulichen Örtchen Wilbury on the Woods – das gab’s noch nie! Nur wenige Tage, bevor Cathy ihre große Liebe heiratet, stolpert sie auf der Ruine von Glenford Castle über die Leiche der Postbotin Veronica. Was aber noch viel schlimmer ist - Cathys zukünftiger Bräutigam, der ortsansässige Polizist, soll den Fall übernehmen und ihn so schnell wie möglich aufklären. Damit ihre Flitterwochen nicht ins Wasser fallen, sieht Cathy sich gezwungen, ihm tatkräftig unter die Arme zu greifen. Verdächtige gibt es auch mehr als genug, denn das Opfer war eine boshafte Klatschtante. Leider hat Cathy jedoch so gar keine Erfahrung in Sachen polizeilicher Ermittlungen. Kein Wunder, dass sie ihrem Verlobten immer wieder in die Quere kommt – und auch der Mörder bald auf sie aufmerksam wird.