Di

19

Jan

2021

Marc-Uwe Kling: Das Neinhorn

Rezension zu „Das NEINhorn“ von Marc-Uwe Kling

Autor/in: Marc-Uwe Kling
Verlag: Carlsen
Seitenanzahl: 48
ISBN:
978-3-551-51841-5

Internetseite des Verlags: https://www.carlsen.de/hardcover/das-neinhorn/109411

Hinweis: Die Rezension kann Werbung enthalten.

 

Aufmachung des Buches

Das Buch ist sehr niedlich und ansprechend aufgemacht. Das Cover ist dunkelblau und man sieht vorne das kleine trotzige Einhorn sitzen. Es guckt schon so böse und genervt, als wolle es sagen, dass man am besten gleich wegbleiben sollte. Das Innere des Buches ist liebevoll gestaltet und die Illustrationen sind „herzallerliebst“ und sehr gelungen.

 

Inhalt

Im Herzwald wird ein kleines Einhorn geboren, aber anstatt so fröhlich und glücklich zu sein wie alle anderen Einhörner, wird es ihm schnell zuviel. Es ist nur noch genervt und hat keinen Bock auf die zuckersüße Zuckerwelt der fröhlichen Fabelwesen. Bald entscheidet es, dass es hier nicht bleiben möchte und haut einfach ab. Auf seiner Reise trifft er Gefährten, die ihm bald gute Freunde werden: Der Wasbär, der Na Hund und die Königsdochter. Fortan ziehen sie gemeinsam durch den Herzwald (oder wo auch immer) und leben ein nicht ganz so perfektes Leben und sind glücklich.

 

Meine Meinung

Ein sehr zu empfehlendes Kinderbuch. Das kleine Einhorn ist trotzig und möchte so ganz anders sein als die anderen Einhörner. Es hat keinen Bock auf die Zuckerwattewelt und den ganzen Rest. Es bricht aus seiner gewohnten Umgebung aus und zieht los um da andere zu treffen, die auch so ganz anders sind. Und am Ende raufen sie sich alle zusammen. Die Botschaft, die hier transferiert wird, nämlich dass man gar nicht so sein muss wie alle anderen und dass es manchmal durchaus okay ist, wenn man mal keinen Bock auf das hat, was alle anderen wollen ist großartig.Das kleine Neinhorn ist meiner Meinung nach ein prima Vorbild für Kinder.

Mein Fazit

Ein wirklich gelungenes Kinderbuch. Ich glaube, nahezu alle Eltern werden im Neinhorn einen Teil ihres Nachwuchses wiedererkennen. Und wenn es nicht das Neinhorn ist, dann vielleicht eines der Tiere, die am Ende des Buches noch erwähnt werden und die die Fantasie für weitere Abenteuer mit nicht ganz so gewöhnlichen Tieren ankurbeln können. Mir persönlich haben am besten der Wasbär und der Jammerhai gefallen. Wir haben uns das Buch übrigens angeschaut und parallel dazu das großartig gesprochene Hörbuch gehört. Mein Sohn war begeistert (und ich auch...:D )

Somit gibt es von 5 Sterne von mir.

Rezension von: J

 

 

So

17

Jan

2021

Mary E. Garner - Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich

Autorin: Mary E. Garner
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl:
412
ISBN:
978-3-404-17980-0
E-Book-ISBN:
978-3-7325-8607-3
Internetseite des Verlags:
https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/fantasy-buecher/das-buch-der-geloeschten-woerter-der-erste-federstrich/id_7278054

Hinweis: Die Rezension kann Werbung enthalten.

 

Aufmachung des Buches
Mir ist das Buch mit dem schönen Cover direkt ins Auge gesprungen, sodass es mich neugierig gemacht hat. Der Buchdeckel ist in braunen Tönen gehalten und zeigt im Hintergrund die Silhouette von London. Im Vordergrund sind alte Bücher zu sehen. Mittig steht eine angedeutete Frauengestalt auf einem der Bücher. Das Cover ist ein Hingucker.

 

Inhalt
Hope Turner, Anfang vierzig, liebt Bücher über alles. Doch als sie sich auf dem Weg zu ihrer demenzkranken Mutter im Pflegeheim in die Buchhandlung „Mrs. Gateway’s Fine Books“ verirrt, beschleicht sie ein seltsames Gefühl. Kurze Zeit später offenbart der mysteriöse und grimmige Rufus Walker Unglaubliches: Die Buchhandlung ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren - wie Frau Holle (im Buch aus bestimmten Gründen meist nur „M“ genannt), Anna Karenina, Lancelot (kurz Lance genannt) oder Guinevere (kurz nur Gwen) - lebendig sind und ein Eigenleben führen. Diese Welt ist in Gefahr und Hope Turner erfährt, dass sie mithilfe der sogenannten Wanderer in die Bücherwelt eintreten kann. Ihr persönlicher Wanderer ist Rufus. Nach einer Reise durch Jane Austens beschriebene Landschaft in „Stolz und Vorurteil“ erfährt Hope in der Zentrale (ein buchneutrales Zentrum in der Bücherwelt) mehr über ihre bisher nicht bekannte Gabe und dass sie wohl die Retterin der Welt der Bücher sein kann. Hierbei spielt das „Buch der gelöschten Wörter“, dass sich in der Zentrale befindet, eine besondere Rolle. Alle gelöschten Wörter, die irgendjemand mal aus böser Absicht geschrieben hat, landen in diesem Buch. Die Verwandler, zu denen Hope nun gehört, müssen dafür sorgen, dass dieses Buch nicht irgendwann voll ist. Jedoch füllt es sich immer schneller. Ein Feind (vielleicht aus den eigenen Kreisen der Welt der Bücher) möchte die gelöschten Wörter für sein eigenes Interesse nutzen. Da werden die Gefühle, die Hope für Kenan, einen weiteren Wanderer, entwickelt, zur Nebensache. Hope und ihre Gefährten müssen eine mögliche Apokalypse verhindern!

 

Meine Meinung
Ich bin auf „Das Buch der gelöschten Wörter“ durch das schöne Cover aufmerksam geworden. Die Inhaltsangabe hat mich auch neugierig gemacht und beim Lesen nicht enttäuscht.

 

Ich lese gerne Romane in denen Bücher thematisiert werden. So ist es auch in diesem Buch. Hope lernt in der Welt der Bücher viele bekannte Figuren aus der Literatur kennen, was mir sehr gefallen hat. Interessant dabei ist, dass die Buchfiguren ihr Eigenleben führen, d. h. sie können sich durchaus von ihrem ursprünglichen Charakter in den Romanen unterscheiden bzw. haben sich weiterentwickelt.

 

Meiner Meinung nach kann „Das Buch der gelöschten Wörter“ dazu anregen, die darin erwähnte Literatur selbst mal zu lesen.

 

Hope tut mir etwas leid, denn sie lebt einsam in London, hat keine engen Freundschaften und leidet unter der Demenz der Mutter. Umso schöner finde ich es, als Hope eine Freundschaft mit Gwen entwickelt.
Mich hat Hopes Beruf sehr erstaunt: Sie arbeitet für eine Partnervermittlung und schlüpft im Internet dabei in unterschiedliche Charaktere von Frauen um die Männer bei Laune zu halten bis tatsächlich die richtige Herzensdame für diese auftaucht.

 

Für den Leser bleibt Rufus sehr unnahbar und geheimnisvoll, man erfährt nur hin und wieder etwas über seine Familie. Ein Geheimnis scheint ihm zu umgeben. Man ist sich unsicher, ob er zu den Guten oder Bösen gehört. Doch die Person Rufus finde ich sehr interessant und freue mich darauf mehr über ihn in der Trilogie zu erfahren.

 

Spannend bleibt es auch mit Hopes Ex-Freund Christian, der immer wieder plötzlich in ihrem Leben auftaucht und sie dann zu ihrer Mutter ins Pflegeheim begleitet. Sein Verhalten wirkt auf mich etwas merkwürdig und ich glaube, auch ihn umgibt ein Geheimnis. Ich bin gespannt, wie es in den Fortsetzungen weitergeht.

 

Bei den sich entwickelnden Gefühlen Hopes zu Kenan, bin ich mir unsicher, ob sie mir gefallen. Interessanter fände ich eine Entwicklung mit Rufus, aber auch bei ihm bin ich, wie beschrieben, noch nicht sicher wie es sich um ihn verhält.
Kenan ist mit Rufus aufgewachsen, aber ein ganz anderer Charakter. Er wirkt smart und höflich und ist der gutaussehende Mann in der Geschichte, aber wer weiß was sich Mary E. Garner noch so für ihn in Teil 2 und 3 überlegt hat. Kenan ist bisher für mich noch etwas „langweilig“, vielleicht weil er zu gut um wahr zu sein wirkt ;).

 

Es gibt noch vielen andere erwähnenswerte Personen, aber man sollte das Buch selbst lesen und sie kennenlernen.

 

Die Idee, dass der Nachname entscheidet, wer ein Wanderer oder ein Verwandler wird, finde ich gelungen.

 

Ich fände es auch interessant mal die Kulissen von verschiedenen Büchern, die ich gelesen habe, zu erkunden. Hope hat dadurch ein abenteuerliches Leben.

 

Spannend finde ich auch die Sache mit dem Buch der gelöschten Wörter. Es wäre doch sehr schlimm, wenn tatsächlich aus Wörtern, die aus böser Absicht geschrieben wurden, ein Unglück entstehen könnte. Interessant ist, wie Hope jedes Mal die gelöschten Wörter wieder in ihre Schranken verweist und das Buch davor bewahrt sich zu füllen.
Mary E. Garner hat hier eine interessante Geschichte entwickelt und mich mitgerissen. Ich bin gespannt, wie die Trilogie weitergeht.

 

Der Schreibstil ist fesselnd. Ich habe das Buch verschlungen.

 

Mein Fazit
„Das Buch der gelöschten Wörter – Der erste Federstrich“ ist der erste Teil einer Trilogie und ich freue mich aufs Lesen der nächsten beiden Bücher. Mir hat die Idee der Geschichte sehr gut gefallen und das Lesen hat Spaß gemacht. Es bleibt spannend, denn auch der Epilog macht neugierig aufs Weiterlesen. Volle 5 Sterne von mir :).

 

 

Rezension von: KR 

Sa

16

Jan

2021

Heinrich Spoerl - Die Feuerzangenbowle

Autor: Heinrich Spoerl
Verlag: Droste Verlag
Seitenanzahl:
248
ISBN:
978-3-7700-2138-3
Internetseite des Verlags:
https://www.droste-verlag.de/buecher/die-feuerzangenbowle/

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Aufmachung des Buches
Ich habe eine Taschenbuchausgabe gelesen, auf dem Heinz Rühmann als Dr. Pfeiffer zu sehen ist. Das Cover zur aktuellen Softcover-Ausgabe kenne ich nur aus dem Internet. Es sieht aber edel aus. Der Zylinder und die Handschuhe sowie die Pennäler-Mütze und die Nickelbrille passen zum Inhalt des Romans aus dem Jahr 1933.

Inhalt
Bei einem feuchtfröhlichen Feuerzangenbowlenabend entsteht die fixe Idee den jungen Schriftsteller Dr. Hans Pfeiffer zurück auf die Schulbank zu schicken, da dieser als junger Mann keine Lehranstalt von innen erlebt hat. Er wurde von einem Hauslehrer unterrichtet. So wechselt Dr. Pfeiffer sein Erwachsenenoutfit in die eines jungen Pennälers mit Mütze und Nickelbrille. Seine neuen Mitschüler und Lehrer bemerken nicht, dass Hans eigentlich gar kein Schüler mehr ist. Hans lernt nun das Pennäler-Leben kennen und lebt sich in seine neue Rolle so richtig ein: Er heckt Lehrerstreiche aus und erlebt die erste Liebe eines Pennälers. Es ist gar nicht so einfach für Hans wieder Dr. Pfeiffer zu werden.

 

Meine Meinung
„Die Feuerzangenbowle“ ist durch den Film mit Hans Rühmann bekannt geworden. Grundlage dazu ist das Buch von Heinrich Spoerl, das im Jahr 1933 veröffentlicht wurde. Ich muss gestehen, dass ich den Film erst einmal gesehen habe, aber nun auch das Buch dazu lesen wollte.

 

Inhaltlich sind Buch und Film sehr nah beieinander. Der Roman ist sprachlich leicht verständlich.

 

Ich finde die beschriebenen Streiche, die die jungen Pennäler ausüben, sehr amüsant. Beispielsweise spielen sie betrunkene Schüler in einem Chemieunterricht von Professor Crey, der Heidelbeerwein mit ihnen brauen möchte. Oder sie schaffen sie es durch Hans einen gemeinsamen Physikunterricht mit den Schülerinnen des Lyzeums zu erhalten.
Hans integriert sich schon nach kurzer Zeit in der Klasse und ist ganz vorne bei den Schülerstreichen dabei. Es ist schon erstaunlich, dass keiner bemerkt, dass es sich bei Hans um einen erwachsenen Mann handelt. Doch er hat sich gut verkleidet und verstellt. Besonders witzig ist, dass er eigentlich ein berühmter Schriftsteller ist, aber sein Deutsch auf dem Gymnasium als eher mangelhaft beurteilt wird.

 

Heinrich Spoerl erschafft durch Professor Crey einen Lehrer über den der Leser nur schmunzeln kann. Er hat eine näselnde Sprache. So wird aus dem „i“ ein „e“ oder aus dem „e“ ein „ä“ usw.

 

Besonders hängen geblieben ist mir der Pennäler Luck. Ihm wird nichts zugetraut und auch er möchte mal einen Schülerstreich richtig durchführen. Als er dies tatsächlich macht, will ihm keiner glauben, dass er es war. Hier tat mir Luck schon etwas leid.

 

Hans erlebt durch die Tochter des Direktors auch eine Art erste Liebe eines Schülers. Er beginnt Eva zu umgarnen und sie treffen sich heimlich. So richtig überzeugt hat mich diese Liebelei allerdings nicht. Sie kam mir zu oberflächlich vor.

 

Bildlich konnte ich mir die beschriebene Lehranstalt mit den unterschiedlichen Lehrern sehr gut vorstellen.

 

Mein Fazit
Eine kurzweilige Geschichte über einen Möchtegern-Pennäler, der eigentlich ein erwachsener Schriftsteller ist. 4 Sterne von mir für dieses Buch.

 

 

Rezension von: KR 

Mi

08

Jul

2020

Susanne Goga - Das Haus in der Nebelgasse

Autorin: Susanne Goga
Verlag: Diana Verlag
Seitenanzahl:
448
ISBN:
978-3-453-35885-0
E-Book-ISBN:
978-3-641-17189-6 (epub)
Internetseite des Verlags:
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-in-der-Nebelgasse/Susanne-Goga/Diana/e485443.rhd

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Aufmachung des Buches
Am linken Coverrand sieht man eine Frau, die am Ufer der Themse steht. Im Hintergrund sieht man im Nebeldunst den Palace of Westminster. Mir gefällt das Cover sehr gut.

Inhalt
London 1900: Die junge und unabhängige Lehrerin Matilda Gray unterrichtet an einer Mädchenschule.  Nach den Sommerferien taucht ihre Schülerin Laura nicht mehr in der Schule auf, weil sie aufgrund einer Krankheit mit ihrem Vormund durch Italien und Griechenland reist. Matilda traut der ganzen Sache nicht, auch weil Laura ihr vor den Ferien ein Geheimnis anvertraut hat. Als Matilda dann eine Postkarte von Laura erhält, entdeckt sie darauf eine geheime Botschaft, die sie zu einem Kästchen mit rätselhaftem Inhalt führt. Schon bald befindet Matilda sich in einem mysteriösen Abenteuer, indem sie auch mehr über London und die Pest um 1665 erfährt. Hilfe erhält sie von dem Historiker Stephen Fleming. In welchem Zusammenhang steht Lauras Verschwinden und dem über 200 Jahre alten Kästchen? Matilda und Stephen dringen immer mehr in eine dunkle Familiengeschichte ein.

Meine Meinung
Bei „Das Haus in der Nebelgasse“ handelt es sich nicht nur um einen historischen Roman sondern meiner Ansicht nach auch gleichzeitig um einen Krimi. Dies macht die Geschichte interessant. Susanne Goga hat mit ihrem tollen Schreib- und Erzählstil mir angenehme Lesestunden bereitet.

Ich finde, die Autorin hat sich sehr gut mit den Gegebenheiten in London um 1900 und die dort herrschende Pest um 1665 auseinander gesetzt. Sogar den Burenkrieg erwähnt sie dadurch, dass Matildas Bruder als Soldat in Afrika dient. Durch den Roman habe ich dankenswerterweise noch neues historisches Wissen dazu erhalten.
Auch über London und den unterirdischen Flüssen erhält man interessante Informationen, die mir gar nicht so bewusst waren.

Durch die Protagonistin Matilda Gray erfahren wir als Leser, welche Stellung die Frauen um 1900 in der Gesellschaft hatten. Entweder sie wurden zu braven Ehefrauen erzogen oder sie machten „Karriere“ und blieben unabhängig. Matilda ist zu Beginn der Handlung ein Paradebeispiel für letzteres. Sie ist Lehrerin, ledig und hat ein Zimmer bei einer älteren Dame. In der Gesellschaft dieser Zeit ist es noch nicht gut vorstellbar, dass man gleichzeitig liiert sein könnte. Susanne Goga bringt diesen Aspekt gut herüber.

Die Handlung wird spannend, als Matildas Schülerin Laura nicht mehr auftaucht. Durch eine geheimnisvolle Botschaft findet die Lehrerin sich bald auf einem Abenteuer durch London. Ich habe als Leserin mitgerätselt, was all die Entdeckungen, die Matilda in Laufe der Zeit macht, für Bedeutungen haben. Was zum Beispiel heißt „das Haus unter dem Haus“? Das wird man erfahren, wenn man den Roman liest.

Mir gefällt, dass Matilda Hilfe durch den Historiker Stephen Fleming erhält. Er wirkt sehr sympathisch, aber auch er hat seine Geheimnisse von denen man erst spät erfährt. Hier musste ich zunächst etwas schlucken und wollte nicht in Stephens Haut stecken.

Es passiert viel in dem Roman und Matilda und Stephen müssen nicht nur das Rätsel um Laura entschlüsseln sondern kommen noch einem Mord auf die Spur. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss.

Zum Schluss möchte ich die Vermieterin von Matilda nicht unerwähnt lassen. Mrs Westlakes Charakter heitert die Geschichte außerdem auf. Sie ist Autorin aus Leidenschaft und lässt Laura immer wieder gerne teilhaben an dem was sie gerade schreibt. Ich mochte die Szenen, wenn Laura Zeit mit Mrs Westlake verbringt.

Mein Fazit
„Das Haus in der Nebelgasse“ hat mir spannende Lesestunden bereitet und ich habe mehr über die Geschichte in London um 1900, aber auch um 1665 erfahren. Das Buch wurde nicht langweilig. Deshalb kann ich dem Roman ohne Abzug 5 Sterne erteilen.

 

Rezension von: KR 

Mo

06

Jul

2020

Andreas Izquierdo - Romeo & Romy

Autor: Andreas Izquierdo
Verlag: Insel Taschenbuch
Seitenanzahl:
491
ISBN:
978-3-458-36141-1
Internetseite des Verlags:
https://www.suhrkamp.de/buecher/romeo_und_romy_36141.html

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Aufmachung des Buches
Das Cover des Taschenbuches zeigt im Hintergrund einen blauen Himmel mit fliegenden Pollen einer Pusteblume. In weißer und oranger Schrift steht der Titel im Vordergrund. Auf dem „&“-Zeichen ist in Schattengestalt ein sich umarmendes Pärchen abgebildet.

Inhalt
Als Romy ihren Job als Souffleuse verliert, kehrt sie nach der Todesnachricht ihrer Großmutter in ihr sächsisches Heimatdorf Großzerlitsch zurück. Dort leben fast nur noch alte Leute, die es anscheinend nur auf eines abgesehen haben: Eines der letzten übrig gebliebenen Gräber in Großzerlitsch! Niemand möchte im verhassten Nachbarort Kleinzerlitsch beerdigt werden. Romy muss erkennen, dass ihre liebgewonnenen Großzerlitscher, die sich immer so rührend um sie gekümmert haben, selbstmörderische Absichten zu Tage legen. Dies möchte sie unterbinden und fasst den Plan die Scheune ihrer Großmutter in ein elisabethanisches Theater umzugestalten. Dafür braucht sie aber tatkräftige Hilfe von den Alten und das Stück „Romeo und Julia“ muss einstudiert werden. Hierzu erhält sie Hilfe von Ben, den sie aus Theaterzeiten kennt und auf den sie nicht so gut zu sprechen ist. Eine ereignisreiche Zeit beginnt. Wird ihr Plan Früchte tragen?

Meine Meinung
Vor ein paar Jahren habe ich von Andreas Izquierdo schon ein Buch gelesen, das mich mitgerissen hat. „Romeo & Romy“ hat zwar einen interessanten Inhalt, konnte mich aber nicht so in den Bann ziehen wie „Der Club der Traumtänzer“ damals.

Die Handlung des Romans klingt tiefgründig und skurril. Es ist schon merkwürdig, dass sich die alten Einheimischen von Großzerlitsch lieber umbringen wollen, damit sie noch eines der letzten Gräber in ihrem Dorf erhalten, statt lieber noch etwas ihr Lebensabend zu verbringen. Ich war gespannt, ob Romy die Alten zum Umdenken bringen kann in dem sie ihr Theater gemeinsam bauen. Ich finde es eine süße Idee aus einer Scheune ein elisabethanisches Theater zu gestalten.
Nicht jeder Dorfbewohner ist sofort Feuer und Flamme von dem Einfall gemeinsam eine Scheune umzubauen und ein Stück einzustudieren. Ich bewundere hier Romys Ausdauer und Hartnäckigkeit, damit die Alten nicht mehr auf Selbstmordideen, wie Stromschlag oder sich vors Auto werfen, kommen.

Ben, den Romy aus Theaterzeiten kennt, soll ihr beim Umsetzen des Theaterstücks „Romeo & Julia“ helfen. Die beiden hatten mal etwas miteinander laufen, aber Romy ist inzwischen sauer auf Ben. Die Handlung um die beiden war mir zu oberflächlich. Irgendwie kamen die Funken, die zwischen den beiden spritzen sollen, nicht so ganz herüber.

Lustig finde ich die Namen der fiktiven Orte „Großzerlitsch“ und „Kleinzerlitsch“, denn der größere und belebtere Ort ist „Kleinzerlitsch“. Das kann auch bei dem einen oder anderen Protagonisten des Buches zur Verwirrung führen.

Der Schreibstil von Andreas Izquierdo gefällt mir gut.

Mein Fazit
Ich habe mir von „Romeo & Romy“ mehr versprochen. Leider hat mich das Buch nicht so ganz in den Bann ziehen können. Trotzdem hat es eine interessante und auch tiefgründige Handlung. Von mir erhält das Buch 3 Lesesterne.

 

Rezension von: KR 

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